Finca Machaca Espresso
| Herkunftsland | Bolivien |
| Region | La Paz, Chojñapampa |
| Aufbereitung | Washed |
| Varietät | Red Catuai |
| Anbauhöhe | 1.550 masl. |
| Geschmack | Rote Grapefruit, Schwarze Johannisbeere, Mandeln |
| Körper | kräftig |
| Süße | leicht |
| Säure | präsent |
In den Yungas von La Paz, wo die Anden in dicht bewaldete Täler übergehen, liegt auf rund 1.550 Metern die Finca Machaca. Hernando Machaca baut hier als unabhängiger Kleinproduzent vor allem Red Catuai an. Wie viele Produzenten in der Region steht er vor der Herausforderung, seinen Kaffee auf einem von größeren Aufkäufern geprägten Markt abzusetzen. Die abgelegene Lage und schwierige Topografie erschweren den Zugang zu Märkten zusätzlich.
Umso wichtiger ist die sorgfältige Arbeit auf der Farm. Die Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt und direkt vor Ort aufbereitet. Für den Washed-Prozess werden sie sortiert, entpulpt und fermentiert, bevor sie etwa zwei Wochen lang auf der Farm trocknen. Damit übernimmt Hernando die Verarbeitung selbst, anstatt die Kirschen an eine zentrale Washing Station zu liefern. Gerade für Kleinproduzenten ist das ein wichtiger Schritt: Wer die Aufbereitung selbst in der Hand hat, kann stärker auf die Qualität des Kaffees Einfluss nehmen.
La Paz ist das bekannteste Kaffeeanbaugebiet Boliviens. Vor allem rund um La Asunta und Caranavi hat sich eine wachsende Specialty-Coffee-Szene entwickelt. Viele Produzenten verbessern dort ihre Verarbeitung und bauen Wissen und Infrastruktur für höhere Kaffeequalität auf. Eigene Verarbeitungsinfrastruktur ermöglicht es ihnen, einen größeren Teil des Weges vom Feld bis zum Rohkaffee selbst zu kontrollieren.
Hernando Machaca gehört mit der Finca Machaca zu diesen kleinen Produzenten. Sein Kaffee steht für eine Entwicklung, die in den bolivianischen Yungas zunehmend sichtbar wird.