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  • Nach der Ernte gehen die Bohnen baden – Wie wird Kaffee washed aufbereitetet?

    Nach der Ernte gehen die Bohnen baden – Wie wird Kaffee washed aufbereitetet?

    Viele Faktoren, wie die Herkunft, Sorte, Röstung und Zubereitung, beeinflussen den Geschmack des Kaffees. Auch die Aufbereitung von Kaffeebohnen spielt dabei eine große Rolle! Ziel der Aufbereitung ist es die gepflückten Kaffeekirschen kurz nach der Ernte vom Fruchtfleisch zu trennen und zu trocknen, um sie für den Abtransport vorzubereiten. Die dafür angewandten Methoden variieren stark und hängen zumeist von geografischen, klimatischen und kulturellen Faktoren des Kaffeeanbaugebiets ab. Grundsätzlich wird zwischen zwei Verfahren unterschieden: die Nass- und die Trockenaufbereitung.

    Nassaufbereitung, auch washed genannt, beginnt daher unmittelbar nach der Ernte, um mögliche Gärprozesse durch das Fruchtfleisch zu verhindern.

    Zuerst werden die Kaffeekirschen daher von ihrem Fruchtfleisch befreit. Dies geschieht in der Regel maschinell mit einem sogenannten Depulper, wobei mittels Druck die äußere Haut und das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen abgetrennt wird. Anschließend werden die Bohnen über Nacht in Wassertanks eingeweicht, um überschüssige Schleim- und Zuckerreste zu entfernen. Während dieser Zeit beginnt eine natürliche Fermentation, bei der mikrobielle Aktivität und Abbau von bestimmten Zuckern und Schleimstoffen stattfinden. Diese Wasserbäder dienen gleichzeitig der Sortierung der Bohnen, da die reifen Bohnen nach unten sinken, während die unreifen oder beschädigten Bohnen an der Oberfläche verbleiben. Nach der Fermentation müssen die Kaffeebohnen getrocknet werden. Dies kann entweder in der Sonne oder in speziellen Trockenanlagen erfolgen. Die gleichmäßige Trocknung ist entscheidend, um Schimmelbildung und Qualitätsverlust zu vermeiden. Sonnengetrocknete Bohnen entwickeln oft ein reicheres Aroma, benötigen aber günstige Wetterbedingungen und viel Platz. Mechanische Trockner sind effizienter und weniger wetterabhängig, erfordern aber Energie und sorgfältige Überwachung, um die Qualität des Kaffees zu gewährleisten. Das Trocknen der Rohbohnen kann bis zu zwei Wochen dauern. Nachdem die Kaffeebohnen durchgetrocknet sind, wird die getrocknete Pergamentschicht entfernt.

     

    Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode liegt in der Qualität des Endprodukts, denn sie setzt den Schwerpunkt wesentlich auf die inneren Eigenschaften der Bohne, wodurch der Kaffee oft klare und vielfältige Aromen bildet. Jedoch ist der hohe Wasserverbrauch (etwa 150 Liter Wasser pro Kilogramm Kaffee) nicht außer Acht zu lassen.

    Achte einmal selbst drauf: Bei der gewaschenen Methode bleibt das Silberhäutchen oft an der Bohne haften. Selbst nach dem Röstprozess kann dieses Häutchen sichtbar bleiben, oft in Form eines weißen oder hellen Strichs entlang der Längsseite der Bohne. Dieses Merkmal ist insbesondere bei helleren Röstungen gut erkennbar.

     

    Unsere Kaffeeempfehlung:

    Entdecke unseren Flor de Itabo aus Costa Ricas. Auf 1.650 Metern Höhe angebaut, entfaltet dieser Kaffee durch seine gewaschene Aufbereitung sein natürliches, charakteristisches Geschmacksprofil von weißen Kirschen, Milchschokolade und einem Hauch von Zitrone.

     

     

     

     

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  • Wir lieben naturals. Wodurch zeichnet sich natural aufbereiteter Kaffee eigentlich aus?

    Wir lieben naturals. Wodurch zeichnet sich natural aufbereiteter Kaffee eigentlich aus?

    Viele Faktoren, wie die Herkunft, Sorte, Röstung und Zubereitung, beeinflussen den Geschmack des Kaffees. Auch die Aufbereitung von Kaffeebohnen spielt dabei eine große Rolle! Ziel der Aufbereitung ist es die gepflückten Kaffeekirschen kurz nach der Ernte vom Fruchtfleisch zu trennen und zu trocknen, um sie für den Abtransport vorzubereiten. Die dafür angewandten Methoden variieren stark und hängen zumeist von geografischen, klimatischen und kulturellen Faktoren des Kaffeeanbaugebiets ab. Grundsätzlich wird zwischen zwei Verfahren unterschieden: die Nass- und die Trockenaufbereitung.

    Im Gegensatz zum washed-Verfahren steht die Trockenaufbereitung, auch natural genannt, bei der die reifen Kaffeekirschen zuerst in der Sonne trocknen, bevor das getrocknete Fruchtfleisch und die Haut mechanisch entfernt werden.

    Bei der Natural-Verarbeitung werden die Kaffeekirschen direkt nach der Ernte ohne vorheriges Entfernen der äußeren Schichten (Haut und Fruchtfleisch) auf dem Boden oder auf erhöhten Trocknungsvorrichtungen ausgebreitet. Die Kirschen werden dann in der Sonne oder in Trockenvorrichtungen getrocknet, wobei das Fruchtfleisch natürlich fermentiert und sich um die Bohne herum schrumpft. Dieser Prozess kann je nach Wetterbedingungen und Region mehrere Tage bis Wochen dauern.

    Nachdem die Kaffeekirschen ausreichend getrocknet sind, werden sie maschinell oder manuell von ihrer harten, getrockneten äußeren Schale und der Pergamentschicht befreit. Die getrockneten Kaffeebohnen werden dann nach Größe, Gewicht und Qualität sortiert, bevor sie gelagert und verschifft werden.

    Diese Methode betont fruchtig-süße und komplexe Geschmacksnoten und ist insbesondere in Regionen mit Wasserknappheit verbreitet.

     

     

    Unsere Kaffeeempfehlung:

    Tauche ein in die Welt des unseres naturals Aricha, ein einzigartiger Kaffee aus der äthiopischen Region Yirgacheffe. Die Kaffeekirschen werden schonend getrocknet, wodurch die intensiven Aromen von roten Beeren, Bergamotte und Honig voll zur Geltung kommen. Mit einem saftigen Körper, einer milden Säure und einer intensiven Süße ist der Aricha ein wahrer Genuss naturals-Fans.

     

     

     

     

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  • Von immergrünen Sträuchern, reifen Kirschen und rohen Bohnen - Wie wächst Kaffee?

    Von immergrünen Sträuchern, reifen Kirschen und rohen Bohnen - Wie wächst Kaffee?

    Wenn Gäste unserer Rösterei die großen Jutesäcke sehen und darin grüne Bohnen erkennen, sind sie manchmal total überrascht, warum die Bohnen grün und nicht braun sind. Bis die Bohnen braun werden, legen sie eine lange Reise zurück!

    Die Kaffeepflanze, botanisch bekannt als Coffea, gehört zur Familie der Rubiaceae (Rötegewächse) und ist vor allem in den tropischen Regionen der Welt weit verbreitet. Die Kaffeepflanze ist ein immergrüner Strauch oder Baum, der je nach Art eine Höhe von 2 bis 5 m erreichen kann. Er verfügt über gegenständige, elliptische oder längliche Blätter, die glänzend und dunkelgrün sind. Die Blüten sind klein und duftend, weiß oder cremefarben und ähneln kleinen Sternen. Sie wachsen in dichten Büscheln entlang der Zweige.

    Die Früchte der Kaffeepflanze werden als Kaffeekirschen bezeichnet. Sie haben eine runde oder ovale Form und variieren in der Farbe je nach Reifegrad von grün über gelb bis hin zu rot. Jede Kaffeekirsche enthält normalerweise zwei Samen, die rohen Kaffeebohnen, und diese Samen sind grün.

    Optimal kann diese Pflanze in einer Höhe ab 600 m und bis ca. 2300 m angebaut werden. Die Kaffeepflanze durchläuft einen mehrjährigen Lebenszyklus, der mit dem Keimen der Samen beginnt und mit der Produktion von Früchten und Samen endet. Vom Anbau bis zur ersten Ernte vergehen in der Regel vier Jahre. Der Anbau von Kaffeepflanzen erfordert spezifische klimatische und bodenbezogene Bedingungen. Die meisten Kaffeepflanzen gedeihen in den sogenannten Kaffeegürtel-Ländern, die sich um den Äquator erstrecken. Sie benötigen eine durchschnittliche Temperatur von 18-22 °C, gleichmäßige Niederschläge und gut durchlässige Böden. Die gemäßigten Temperaturen ermöglichen es den Pflanzen, langsam zu wachsen und ihre Energie auf die Produktion von reifen Früchten zu konzentrieren, damit diese eine optimale Geschmacksentwicklung erreichen.

    So wächst Kaffee in seiner natürlichen Form und wird, wenn die Kaffeekirschen reif sind, gepflückt, geschält, getrocknet und verschifft, bis sie im rohen Zustand in den etwa 60 bis 70 Kilogramm schweren Jutesäcken einen Platz in unserer Rösterei in Berlin Tempelhof finden.

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